Reminiszere

5. März 2023

„Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit“, so beten wir den Eingangspsalm am zweiten Sonntag in der Passionszeit, der daher seinen lateinischen Namen „Reminiszere“ = „gedenke“ erhält.

In diesem Gottesdienst hören wir vom Knecht Gottes, das heißt von Jesus, dem menschgewordenen Sohn Gottes. Im Evangelium trifft er auf eine kananäische Frau, die ihn um Hilfe bittet, obwohl er sie scheinbar abzuweisen versucht.

Im Predigttext schließlich geht es um das Gespräch von Jesus mit Nikodemus. Dieser will mehr über der Herrn erfahren, meint er doch ein kluger Gelehrter des Volkes Israel zu sein. Doch auch ihn weist Jesus deutlich zurecht und zeigt ihm zunächst, wie klein und unwissend er doch vor Gott steht. Auf dieser Grundlage breitet Jesus dann die herrliche frohe Botschaft aus, die doch jedes Kind verstehen und glauben kann: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“

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Invokavit

26. Februar 2023

Heute stellt sich uns Jesus als der Herr über die Versuchung vor. Drei mal widersteht er der Anfechtung des Teufels. Ist Jesus damit nicht ein großes Vorbild für uns?

Wir wollen uns heute näher damit beschäftigen, was Jesus tatsächlich damals in der Wüste getan hat – dem Teufel zum Trotz und uns zur Stärkung, ja sogar an unserer Stelle. Nicht umsonst hören wir diese Lesung zu Beginn der Passionszeit. Jesus wird auf seinem Weg zum Vater alles tun, um die Welt von Sünde Tod und Teufel zu erlösen. Das Vertrauen auf ihn allein gibt uns Frieden, viel mehr als jedes unserer unvollkommener Werke.

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Estomihi

19. Februar 2023

„Sei mir ein starker Fels und eine Burg“ – so beten wir es zum Beginn des Gottesdienstes. Der Sonntag Estomihi trägt seinen Namen nach den ersten Worten dieses Eingangspsalms. Gott ist unser starker Fels, die sichere Festung, innerhalb derer wir uns geborgen wissen dürfen.

Unser Sonntagsthema lautet mit sehenden Augen und nimmt damit in zweierlei Hinsicht Bezug auf das Evangelium. Jesus richtet seinen Blick zur Festung Jerusalem. Dort erwarten ihn jedoch nicht Schutz und Geborgenheit, sondern der schwerste Weg seines Lebens. Jesus gibt uns klar zu verstehen, dass er leiden uns sterben muss. Nicht aus versehen, sondern weil er damit die Welt vom Tod erlösen wird. Jesus geht diesen Weg mit sehenden Augen, in dem Wissen, was kommen wird.

Und noch etwas passiert: Jesus uns seine Jünger treffen auf einen Blinden, der am Wegrand bettelt. Er glaubt, dass Jesus ihm helfen kann und dieser nimmt sich die Zeit und heilt ihn. Jesus erlöst nicht nur die ganz Welt, er nimmt sich Zeit für jeden Menschen, auch heute für uns. Was für ein Trost!

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Sexagesimä

12. Februar 2023

Über dem heutigen Sonntag steht als Thema das Gleichnis des viererfachen Ackers. So wie die Saat auf unterschiedlichen Boden fällt und folglich verschiedene Hindernisse erfährt, so geht die Saat des Wortes Gottes nicht in jedem Menschenherzen gleichermaßen gut auf. Anders gesagt: Wir haben alle unterschiedliche Ohren und verstehen nicht immer, was Gott wirklich meint.

Auf den ersten Blick sieht Jesu Vergleich ganz schwarz-weiß aus. Die einen Hörer glauben Gottes Worten, die anderen nicht. Doch ganz so einfach ist es nicht. Wir wollen uns näher ansehen, welche Ermahnung, aber auch welchen Trost Jesus in sein Gleichnis steckt – er selbst ist es schließlich, der den Boden gut macht und die Saat wachsen lässt.

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